Rahmenbedingungen für die Entwurfsplanung zum Neckaruferpark

Die Gegebenheiten vor Ort setzen den Planungen für den Neckaruferpark enge Rahmenbedingungen:

Einbettung in das bestehende Wegekonzept: Das Gelände ist derzeit nur über drei Zugänge zu erreichen (1) vom Stadtzentrum aus über den vorhandenen Pliensausteg im Osten des Plangebiets, (2) über die Unterführung vom Bahnhof aus kommend sowie (3) über den Weg entlang des Rossneckars im Westen des Plangebiets. Über die im Konzept vorgesehenen Fuß- und Radwegebrücken am Hechtkopf sowie den geplanten Weststadtsteg könnten weitere Zugänge zum Neckaruferpark geschaffen werden.

Radschnellweg des Landes Baden-Württemberg: Die Trassenuntersuchung für den Radschnellweg zwischen Reichenbach und Stuttgart soll Ende 2020 abgeschlossen werden. In der Entwurfsplanung ist der Radschnellweg unmittelbar entlang der Bahngleise auf dem höher gelegenen Teil des Areals vorgesehen. 

Vorgaben der Deutschen Bahn: Westlich der Bahnunterführung müssen Stellwerksanlagen der Bahn erhalten bleiben; der Neckaruferpark ist hier sehr schmal. Die daran anschließenden, nicht mehr genutzten Gebäude und Anlagen werden abgebrochen. Die sogenannten Gestattungsflächen zwischen dem Radschnellweg und dem Bahnkörper bleiben im Eigentum der Deutschen Bahn. Sie werden der Stadt Esslingen als Teilflächen des Neckaruferparks zur Verfügung gestellt, dürfen jedoch nicht baulich genutzt werden. Die Einfriedung der Bahnflächen verläuft nördlich dieser Gestattungsflächen.

Rossneckarbrücke: Die Erneuerung der bestehenden (unteren) Rossneckarbrücke ist für 2021 geplant. Sie soll so ausgebaut werden, dass sie während der Bauphase des Neckaruferparks für den Schwerlastverkehr genutzt werden kann. 

Weststadtsteg: Die Machbarkeitsstudie für die Fuß- und Radwegverbindung zwischen Pliensauvorstadt und Weststadt liegt vor. Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist eine Umsetzung derzeit noch unklar. Bei der Planung des Neckaruferparks wurden die Planungen für den Steg berücksichtigt.

Pliensaubrücke/Pliensausteg: Die Sanierung der historischen Pliensaubrücke über die Bundesstraße 10 ist mittlerweile abgeschlossen. Für den sich anschließenden Pliensausteg über Neckar und Bahngleise bis in die Esslinger Altstadt wurde im Rahmen eines Wettbewerbs eine Neuplanung entwickelt. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der Abschnitt über die Bahngleise wurde bereits gebaut. Für den Abschnitt über den Neckar ist derzeit allerdings noch unklar, ob die Wettbewerbsplanung angesichts der aktuellen Haushaltslage der Stadt Esslingen umgesetzt werden kann. Alternativ müsste die bestehende Brücke in den kommenden Jahren saniert werden. Im Dialogprozess für den Neckaruferpark werden zwei Varianten diskutiert – eine legt die Sanierung der bestehenden Brücke zugrunde, eine den Neubau auf Basis der Wettbewerbsplanung. 

Belange des Artenschutzes: Eine zentrale Bedingung für die Planung ist die Berücksichtigung von Belangen des Artenschutzes. So sollen beispielsweise die prägenden Natursteinmauern entlang des Leinpfads saniert und nach Möglichkeit für Artenschutzmaßnahmen genutzt werden. Darüber hinaus ist geplant, Kompensationsmaßnahmen für den Hochschulstandort im Neckaruferpark durchzuführen. Bestehende Baumgruppen und markante Solitärbäume sollen erhalten und in die Gestaltung eingebettet werden. 

Ausblick

Die Stadt Esslingen hat sich im Juli 2020 um eine Projektförderung im Rahmen des Sonderprogramms des Bundes „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen – Konzeption zur Förderung von Parks und Grünanlagen“ beworben. Sobald eine Rückmeldung des Bundes zum Förderantrag für den Neckaruferpark vorliegt, soll die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung dem Gemeinderat vorgelegt werden – voraussichtlich bereits im Frühjahr 2021. Der Gemeinderat muss die Entwurfsplanung sowie die Budgetierung formal beschließen.

Kontaktstelle zum Bürgerdialog Neckaruferpark

Auf dieser Seite haben Sie während des Online-Dialogs die Gelegenheit, mit der Moderation und den Verantwortlichen des Verfahrens in Kontakt zu treten. Falls Sie keine öffentliche Frage stellen wollen, dann erreichen Sie uns auch über unsere E-Mail-Adresse: dialog-neckaruferpark@agl-online.de

 

FAQ

Was kann ich auf dieser Seite tun?

Vom 10. Oktober bis 4. November 2020 haben Sie die Möglichkeit, die Entwürfe des Planungsteams für den Neckaruferpark zu kommentieren. Die Informationsangebote werden auch nach Beendigung der Beteiligungsphase weiter zum Download stehen. Hier erfahren Sie, wie es mit dem Neckaruferpark weitergeht.

Wer kann mitmachen?

Es können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger informieren und an der Diskussion der Entwürfe beteiligen.

Warum soll ich mich registrieren?

Nur registrierte Nutzer*innen können an Dialogen teilnehmen und Vorschläge unterstützen. Im Zuge der Registrierung geben Sie sich einen Nutzernamen Ihrer Wahl. Sie treten im Portal nur unter diesem auf. Die Registrierung ist selbstverständlich kostenfrei. Ihre E-Mail-Adresse geben wir nicht an Dritte weiter, und sie werden anderen Nutzer*innen auch nicht angezeigt. In den Datenschutzhinweisen können Sie im Detail nachlesen, wie wir mit Ihren Daten umgehen.

Natürlich hat Ihre Registrierung auch für uns Vorteile. Damit stellen wir sicher, dass nur echte Personen Einträge vornehmen können und keine schadhaften Programme das Portal in Mitleidenschaft ziehen.

Ablauf